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Heimatverein Enger
Jahreshauptversammlung2.
Dieser Artikel wurde am 19. Februar 2019 verfasst.

Top.  4:   Ehrungen langjähriger Mitglieder.

Gerd Giesselmann verliest die Namen der zu ehrenden..

25 Jahre im Verein

Christa Beck,   Irmgard Born,  Irmgard Kracht.  Hilde Wellmann.

40 Jahre

Magdalene Stork,  Friedhelm Vollmer.

50 Jahre

Eduard Strack,  Elisabeth Wichmann.

 

Leider sind keine Ehrenmitglieder anwesend. Die Urkunden werden ihnen zugestellt.

Top.  5: Wahlen:

Gerd Gieselmann bittet Dr. Helbig, die Wahlleitung  für den 1. Vorsitzenden zu übernehmen.

Dr. Helbig dankt zunächst dem Vorstand und Beirat für die umfangreich geleistete Arbeit. Dann bittet er um Vorschläge für die Wahl des/der 1. Vorsitzenden. Wiederwahl wird zahlreich vorgeschlagen. Dr. Helbig lässt abstimmen.

Das Ergebnis: Gerd Giesselmann wird einstimmig, bei einer Enthaltung. gewählt. Er nimmt die Wahl an.

Top.  5a. Wahl des übrigen Vorstands:

Gerd Giesselmann bittet die Wahlen im Block vornehmen zu dürfen. Diesem Wunsch wird entsprochen, Die Wahl erfolgt einstimmig bei 3 Enthaltungen. Damit ist weiterhin Barbara Oehme 2. Vorsitzende,

Hans-Helmut Prüser Kassierer und Wilhelm Höhne Schriftführer. Alle Gewählten nehmen die Wahl an.

 
Top.  5b:  Wahl des Beirats:

Da Wilhelm Bruning nicht mehr zu Verfügung steht, dankt er Wilhelm Bruning für die geleistete Arbeit als Wegewart und überreicht ihm ein Präsent. Gerd Giesselmann lässt über die Beiratsmitglieder abstimmen.

Die Wahl erfolgt einstimmig. Damit gehören zum Beirat: Wanderwart Heinrich Kniepkamp, Inge Walkenhorst, Günther Bergermann,
Günter Richter, Hermann Jürging, Günter Oberhaus,
Heinz-Wilhelm Ebke, Gerd Willak
und Bernd Kohring.
Alle Gewählten nehmen die Wahl an.

Top.  5c:   Wahl einer Kassenprüferin:

Da Wulfhild Kohring turnusmäßig ausscheidet, wird eine neue Kassenprüferin gewählt. Vorgeschlagen wird Ruth Bergermann.
Die Wahl erfolgt einstimmig. Ruth nimmt die Wahl an.

 

Teil 2:  Vortrag von Herrn Dr. Stefan Wiesekopsieker. Nikolaus Dürkopp (1842-1918).

Gerd Giesselmann stellt  Herrn Dr. Wiesekopsieker vor. Er hat ihn während der Ausbildung zum Lehrer begleitet und kennt ihn seit vielen Jahren. Dr. Wiesekopsieker berichtet über das Leben von Nikolaus Dürkopp und seine Villa.
Nikolaus Dürkopp – ein Industrieller aus Ostwestfalen.

Für den Heimatverein Bad Salzuflen hat Dr. Wiesekopsiejer ein Buch mit dem Titel Die "Villa Dürkopp" in Bad Salzuflen. (2018) verfasst. Die Beschäftigung damit, hat natürlich eine Auseinandersetzung mit dem Person und dem Schaffen Nikolaus Dürkopps eingeschlossen. Und die Firma Dürkopp war auch für viele Engeraner Familien von großem Interesse, weil dort die Väter und Mütter viele Jahre gearbeitet haben.

Dr. Wiesekopsieker beginnt seinen Vortrag mit einem Rückblick auf die Geschichte Bad Salzuflens, die zunächst von der Salzgewinnung geprägt war. Als dann aber im 18. und 19. Jahrhundert die Salzgewinnung nicht mehr rentabel war, trat an ihre Stelle die Entwicklung zum Kurbetrieb. Dieser Kurbetrieb hatte sich bis ins frühe 20. Jahrhundert so weit entwickelt, dass viele Unternehmer und Angehörige des Bürgertums Bad Salzuflen als Ruhesitz wählten.

So auch Nikolaus Dürkopp. Er hatte sich im Laufe des Lebens, aus kleinen Verhältnissen kommend, in Bielefeld ein großes Unternehmen der Nähmaschinen und Fahrradindustrie aufgebaut. In den Glanzzeiten des Unternehmens beschäftigte der 5.000 Mitarbeiter. Die Firma Dürkopp produzierte später auch Motorräder und (weniger erfolgreich) Autos. Dennoch wurde er als Aufsteiger und als recht ungebildet geltender Mann (Man sagt, er habe weder korrekt zu lesen und zu schreiben vermocht und sich z. B. Verträge von zwei Lesern vorlesen lassen) vom Bielefelder Großbürgertum nicht anerkannt. Dazu trugen auch das Scheitern seiner ersten Ehe und die Verbindung zu einer zweiten wesentlich jüngeren (und ebenfalls nicht „standesgemäßen“) Frau bei. Mit ihr und einer Adoptivtochter zog er während des Ersten Weltkrieges in die Villa Dürkopp, wo er allerdings schon bald verstarb.

Das große Grundstück hatte er ein paar Jahre zuvor von der Salzufler Schützengesellschaft gekaut. Die Villa sprengte von ihren Dimensionen und von ihrer Ausstattung her den bisher üblichen Rahmen. Davon gibt die bis heute erhaltene Innenausstattung einen prägnanten Ausdruck.

Nach Dürkopps Tod bewirtschaftete seine Gattin zusammen mit der Adoptivtochter die Villa als Gaststätte und Hotel. Nah am Kurpark gelegen war es dazu bestens geeignet. Schließlich aber wurde die Villa an die Verwaltung der Reichsbahn (später Bundesbahn) verkauft und diente mit zahlreichen neu errichteten Nebengebäuden als Ferienheim; und zwar zunächst für Kinder, dann vorzugsweise für Angehörige der Bahn und schließlich für die gesamte Bevölkerung.

Die Villa präsentiert sich heute nach einer gründlichen Renovierung in neuem (alten) Glanz.

Von all diesen Entwicklungen und Ereignissen wusste Herr Dr. Wiesekopsieker anschaulich und lebendig zu berichten. Unterstützt wurde sein Vortrag durch aussagekräftige Bilder, die er gekonnt kommentierte.

Im Namen des Heimatvereins dankt Gerd Giesselmann dem Referenten herzlich für den hervorragenden Vortrag.
Danach schließt er die Versammlung.


Protokoll:
Wilhelm Höhne

 

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